Innenstadt autofrei bis 2030

In den vergangenen Jahren hat sich dank unserer Politik die Stadt Konstanz immer mehr zu einer Fahrrad-Stadt entwickelt. Das ist nicht nur ökologisch und gesundheitlich gut, es schafft vor allem auch Ruhe, Sicherheit und Platz in der Stadt. Nur wenn das Fahrrad einen ernsthaften Beitrag zum gesamten Verkehr leistet, kann der Verkehr in unserer Stadt mit ihren schmalen Straßen und wenig Parkraum funktionieren. 

Autofreie Innenstadt, aber mit dem Auto gut erreichbar:

Ich bin für eine autofreie Innenstadt spätestens im Jahr 2030. Damit meine ich, den Bereich innerhalb der Bodanstraße, der Konzilstraße, dem Rheinsteig und der Laube im Prinzip von Besucherparken und Parksuchverkehr freizuhalten. Damit will ich den Platz für Menschen und die Aufenthaltsqualität in unserer Altstadt verbessern. Gleichzeitig ist für mich klar: Die Innenstadt muss für uns KonstanzerInnen mit dem Auto erreichbar bleiben. Wenn Parkplätze abgebaut werden, müssen vorher neue außerhalb der Innenstadt entstehen. Und: In Summe sollen in den nächsten Jahren nicht mehr als 300 Parkplätze von der linken Rheinseite auf die rechte Rheinseite verlegt werden. Dafür müssen wir dort im Bereich des Brückenquartiers ein sehr attraktives Angebot für Autofahrer schaffen!

Fußgänger müssen in Konstanz Vorfahrt haben:

Viele Menschen fühlen sich als Fußgänger in Konstanz nicht mehr sicher genug, deshalb gehört der Fußverkehr ganz oben auf die Agenda.
 

Unser Bus:

Ich möchte, dass wir unser sehr gutes Busangebot weiter ausbauen. Dazu gehört auch, die Tarife und eine Mobilitätskarte für Konstanz zu prüfen. Außerdem möchte ich die Laube besser für die Busse nutzen. Ich möchte mittelfristig einen kostenlosen Ringverkehr um die Innenstadt mit kleinen, elektrischen Bussen. Kostenlos. Für unsere Gäste, aber auch für uns Konstanzerinnen und Konstanzer, gerade auch für diejenigen, die nicht so gut zu Fuß sind.

Autofreier Stephansplatz:

Der Stephansplatz kann ein richtig schöner Platz zum Verweilen und ein Marktplatz in der Innenstadt werden. Deshalb ist es richtig, die Parkplätze dort abzubauen. Aber: Zuerst müssen am Döbele neue Parkmöglichkeiten entstehen.

Parken für Handwerker:

Wir brauchen unsere Handwerker auch in der Innenstadt. Handwerkerparken muss deshalb auch in der Innenstadt möglich sein.

Radverkehr

Das Fahrrad ist die Antwort auf viele Probleme: Fahrradfahren ist gesund, Fahrradfahren ist klimafreundlich und Fahrradfahren ist besonders in Konstanz ein wichtiger Beitrag zum Funktionieren des Verkehrs. Wer in Konstanz Auto fahren möchte, der sollte sich für das Fahrradfahren einsetzen.
 
Ich bin selber leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Wir haben den Fahrradverkehr in den vergangenen Jahren sehr gestärkt, den ADFC – Klimatest in der Kategorie „Aufholer“ gewonnen und diesen Weg möchte ich weitergehen. Dazu gehören der Neu- und Ausbau unserer Radwege, weitere Fahrradschutzstreifen und der Fahrradweg Dettingen – Dingelsdorf. Außerdem will ich die Fahrrad-Verbindung am See entlang von Dingelsdorf bis Allmannsdorf verbessern. Der weitere Ausbau der Fahrradstraßen muss aber in einem Miteinander zwischen Auto, Fußverkehr und Fahrrad passieren. Dabei ist mir wichtig: Ich möchte, dass Fahrräder in Konstanz gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind, das gilt für die Rechte, das gilt aber auch für die Pflichten. Es darf nicht sein, dass die Fußgänger Angst vor Fahrrädern haben müssen.

Bahn und Fernbus

Konstanz ist sehr gut an das Schweizer Bahnnnetz angebunden und wir finanzieren die Verkehre in Richtung St. Gallen und in Richtung Zürich mit, weil wir als Stadt ein großes Interesse an diesen Verbindungen haben. Leider ist die Anbindung nach Deutschland nicht annähernd so gut. Deshalb ist der Fernbus für Konstanz besonders wichtig und braucht gut funktionierende Stationen und Anbindung. Ich setze mich außerdem dafür ein, dass die Gäubahn als überregionale Verbindung endlich ausgebaut wird. Und hier bei uns im Landkreis ist natürlich der Seehas wichtig. Ich setze mich seit Jahren auch im Kreistag dafür ein, dass der Seehas öfter und vor allem nachts fährt. außerdem wünsche ich mir eine Mobilitätskarte für KonstanzerInnen, die Bus, Bahn und die Angebote der Stadtwerke miteinander verbindet.
zurück zur Übersicht