Starke Wirtschaft für ein starkes Konstanz

Für mich ist klar: Eine starke, gesunde Stadt braucht eine starke, gesunde Wirtschaft – und umgekehrt. Wirtschaftspolitik gehört deshalb zu meinen Themenschwerpunkten seit 2012. Denn der Wirtschaftsstandort Konstanz befindet sich seit vielen Jahren in einem großen Umbruch: Wenn ich an den Anfang meiner Amtszeit zurückdenke – das Takeda-Areal war gerade eine frische Industrie-Brache und wir waren alle etwas ratlos – dann ist seitdem die Zahl der Unternehmen um etwa 120 auf 4400 gestiegen, der Umsatz ist um etwa 800 Millionen – auf 4,8 Mrd. € – gestiegen, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ist um etwa 5.000 gestiegen und es herrscht de facto Vollbeschäftigung.

Die Konstanzer Wirtschaft zeichnet sich aus durch ein starkes Wachstum im Dienstleistungsbereich, die Branchen IT und Kommunikation, Biotechnologie, Diagnostik und Medizintechnik haben für einen Aufschwung gesorgt. Aber auch der Handel, Tourismus und das Gastgewerbe entwickeln sich sehr gut. Durch diesen guten Mix und eine robuste Unternehmensstruktur sind wir inzwischen ein relativ krisensicherer Wirtschaftsstandort. Und das soll auch weiterhin so bleiben. Dafür müssen wir für gute Rahmenbedingungen sorgen. Wir tun das mit dem Handlungsprogramm Wirtschaft, mit dem wir unter anderem den Wissenstransfer von der Forschung in die Wirtschaft stärken, Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften umsetzen und das Thema Digitalisierung engagiert vorantreiben. Dazu gehört zum Beispiel die Entwicklung des Innovationsareals „farm“ an der Bücklestraße inklusive dem neuen Technologiezentrum, das von der Blarerstraße dorthin ziehen wird. Dazu gehört aber auch und mit hoher Priorität die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum. Denn unsere Unternehmen brauchen Arbeitskräfte, und Arbeitskräfte brauchen Wohnraum.
 
Es gibt keine nachhaltige Entwicklung ohne Wirtschaft und es gibt keine gesunde Stadt ohne gesunde Wirtschaft. Unsere Gewerbesteuer finanziert einen guten Teil unseres großen Kulturangebotes, unsere Gewerbesteuer finanziert unsere vorbildliche Schulsozialarbeit oder auch unsere vorbildlichen Personalschlüssel in der Kinderbetreuung, um nur ein paar Beispiele zu erwähnen. Das alles ermöglicht uns eine starke Wirtschaft. Deshalb bleibt die Weiterentwicklung der Wirtschaft am Standort Konstanz eines meiner prioritären Themen. Mein Ziel ist, dass wir die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in den nächsten acht Jahren auf 45-50 Mio. EUR/Jahr steigern.
Zu diesem Blogpost passt das 8. Nachhaltigkeitsziel der SDGs der Vereinten Nationen.
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Land- und Forstwirtschaft

Ich bin gelernter Landwirt und studierter Förster – hier ein Bild aus meinen Lehrjahren. Natürlich liegen mir schon deshalb die Land- und Forstwirtschaft am Herzen, aber auch aus vielen weiteren Gründen. Die Landwirtschaft leistet einen ganz wichtigen Beitrag zur Pflege der Landschaft, die Forstwirtschaft kümmert sich um den Wald, in dem wir uns erholen können. Sie stellen aber auch unser Holz und unsere Lebensmittel her. Ich finde es sehr wichtig, dass eine Region die Dinge selber produziert, die sie sinnvoll und gut produzieren kann. Wir können das und deshalb ist mir wichtig, dass in unseren Wäldern auch Holz produziert werden kann und dass unsere Landwirte ihre regionalen Produkte wie Fleisch und Milch, Wein, Obst und Gemüse selbst produzieren können. Die Landwirtschaft im Naturschutzgebiet Bodenseeufer muss, wie in den vergangenen Jahrzehnten auch, unbedingt möglich bleiben!
 
Spezialthema Felchenzucht: ich wende mich aber entschieden gegen das Vorhaben, in sogenannten Netzgehegen im Überlinger See Bodenseefelchen zu produzieren. Das kann gerne in entsprechenden Tanks auf dem Festland geschehen, aber nicht in unserem See!

Gute Investoren halten, Ausverkauf verhindern

Ich möchte, dass wir mit solchen Investoren zusammenarbeiten, die gemeinsam mit uns die Ziele der Stadt Konstanz verfolgen. Ich bin dafür, dass wir unsere Spielregeln weiterhin klar definieren und durchsetzen, so wie wir das seit Jahren tun. Wer im Sinne der Gemeinschaft investiert, der muss auch Gewinn erwirtschaften dürfen. Aber: Für Profitmaximierung von Investoren steht die Stadt Konstanz nicht zur Verfügung, das habe ich in der Vergangenheit immer deutlich gemacht und das möchte ich in der Zukunft weiter so handhaben. Den Hafner, das größte Baugebiet der Zukunft, möchte ich ausschließlich an regionale Baugesellschaften, Genossenschaften und Baugruppen vergeben. So entziehen wir Baugrund langfristig der Spekulation.
Zu diesem Blogpost passt das 9. Nachhaltigkeitsziel der SDGs der Vereinten Nationen.
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