Nachhaltigkeit ist ein Prinzip und eine Haltung und ein Fachgebiet, mit dem ich mich seit vielen Jahren beschäftige und in dem ich mich gut auskenne. Schließlich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft – und Forstwirtschaft habe ich studiert.
Nachhaltigkeit ist inzwischen im großen Stil auf der Weltbühne angekommen: 2012 haben die Vereinten Nationen die 17 Nachhaltigkeitsziele („SDG’s“) beschlossen.
Nachhaltigkeit ist für mich persönlich eine Herzensangelegenheit und der „grüne Faden“ durch alles, was ich in meinem Leben beruflich gemacht habe. Deshalb engagiere ich mich zum Beispiel seit vielen Jahren mit anderen Kollegen im OB–Dialog des Rates für nachhaltige Entwicklung. Ich bin überzeugt: die Stadt der Zukunft muss eine nachhaltige Stadt sein.
Sie sehen: Ich meine das ernst. Und ich sehe das Thema ganzheitlich. Genau deshalb sage ich ganz deutlich: Nachhaltigkeit geht nur MIT den Menschen. Und Nachhaltigkeit geht nur MIT der Wirtschaft. 

Nachhaltige Entwicklung in Konstanz: was bedeutet das?

Ich möchte, dass Konstanz eine der nachhaltigsten Städte Deutschlands wird. Das beinhaltet auch den Klimaschutz aber eben nicht nur. Nachhaltigkeit bedeutet, in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht so zu leben, dass wir dauerhaft so weiter leben können. Zwischen diesen drei Begriffen, Ökologie, Wirtschaft, Soziales entsteht das sogenannte Dreieck der Nachhaltigkeit. Nur wenn es ausgewogen ist, kann Nachhaltigkeit funktionieren. Deshalb ist für mich klar: keine nachhaltige Entwicklung ohne Wirtschaft, keine nachhaltige Entwicklung, ohne dass die sozialen Aspekte berücksichtigt sind. Nachhaltigkeit muss mit allen Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam gelebt werden.
 

Nachhaltigkeit konkret

Naturschutz ist gesetzt. Der Schutz unserer Ressourcen, zum Beispiel unserer einzigartigen Kulturlandschaft und Natur im sensiblen Bodensee-Raum, der Schutz des Bodensees, der Schutz unserer Wälder und Naturdenkmäler ist unantastbar.
 

Photovoltaik

Zubau erleichtern! In der Photovoltaik müssen wir schnell weiterkommen, ich setze mich dafür ein, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert und erleichtert werden.
 

Abfall

Ich setze mich dafür ein, dass wir gemeinsam mit unseren hervorragenden Entsorgungsbetrieben eine vorbildliche Abfall- und Recycling-Wirtschaft betreiben. Dazu gehört für mich auch, dass wir den Müll im öffentlichen Raum durch geeignete Maßnahmen reduzieren. Ob dazu eine Verpackungssteuer beitragen kann, muss erst rechtlich geklärt sein. Wenn es rechtssicher ist, dann befürworte ich das.
 

Trinkwasser

Unsere Wasserversorgung bleibt in kommunaler, und zwar in Konstanzer Hand. Dafür habe ich mich eingesetzt und dafür werde ich mich jederzeit wieder einsetzen. Dazu gehört für mich auch, dass ich mich mit ganzer Kraft gegen eine Felchenzucht in sogenannten Netzgehegen im Bodensee einsetze. Einen entsprechenden Beschluss habe ich im Kreistag initiiert und wenn erforderlich, werde ich es auch erneut tun. Keine Massentierhaltung im Bodensee.
 

Luft

die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Qualität der Luft in Konstanz ist bundesweit auf einem Spitzenwert (Urban Audit 2018). Dieses Top-Niveau müssen wir halten.
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Lorettowald

Der Lorettowald ist ein großartiges Stück Natur mitten in unserer Stadt. Er ist unantastbar und muss weiter gepflegt werden. Ich möchte die Wegführung für Fahrräder und die Sicherheit für Fußgänger im Lorettowald verbessern.

Sauberkeit in der Stadt

Sauberkeit in der Stadt ist vor allem eine Frage von Geld, das wir für die Reinigung bereitstellen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir ab dem kommenden Haushalt dieses Budget erhöhen, um die Sauberkeit in Konstanz sichtbar zu verbessern. Außerdem möchte ich, dass wir mehr und bessere öffentliche Toiletten bauen.

Leben in und um Konstanz: Unsere Ortschaften

In unseren Ortschaften leben rund 10.000 Konstanzerinnen und Konstanzer. Unsere Ortschaften liegen mir am Herzen und ich setze mich dafür ein, dass sie eigenständig, selbstbewusst und stark bleiben. Ich möchte, dass unsere Ortschaften ihre Eigenständigkeit und ihre Infrastruktur erhalten können. Zum Beispiel die Bürger-Dienstleistungen in den Ortsverwaltungen, Bauhöfe, leistungsfähige Feuerwehren, Kitas und Schulen, Einzelhandelsgeschäfte, Ärzte, Vereine und Angebote für Seniorinnen und Senioren.

Klimaschutz und Klimaneutrales Konstanz

Beim Klimaschutz gehört Konstanz zu den Pionieren. Wir waren die erste Stadt, die den sogenannten Klimanotstand ausgerufen hat und ich finde, das war der richtige Anfang. Es ging darum, eine Aufmerksamkeit zu schaffen. Im zweiten Schritt muss es jetzt darum gehen, einen Weg zur Klima-Neutralität zu definieren. Dabei steht für mich fest: Spätestens 2035 muss Konstanz klimaneutral sein („netto-null“). Das entspricht auch den Zielen von Fridays for Future Deutschland und auch den Klimazielen von Paris, die die Bundesrepublik Deutschland 2016 mit unterzeichnet hat.
 
Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat im Juli 2020 gefasst. Das ist ein mutiger und sehr ambitionierter Beschluss gewesen. Jetzt müssen die entsprechenden Taten folgen. Dafür stehe ich. Gemeinsam mit dem IFEU – Institut Heidelberg, einem der namhaftesten Institute in diesem Bereich, haben wir uns bereits auf dem Weg gemacht. Schon am Jahresende 2020 werden wir erste Ergebnisse haben. Ich bin mir mit namhaften Fachleuten einig: Das ist für einen Oberbürgermeister zuallererst eine Management-Aufgabe! Es geht darum, die große Organisation und die Verwaltung mitzunehmen und auf den Weg zu bringen, denn das wird ein wichtiger Schlüssel sein.
 
Die klimaneutrale Stadt – dieses Ziel bedeutet, dass jeder einzelne Haushalt klimaneutral mit Energie versorgt wird, unsere Mobilität klimaneutral erfolgt, unsere Gebäude klimaneutral gebaut werden und auch unser tägliches Handeln vor Ort nur so viele CO2-Emmissionen verursacht, wie auch hier vor Ort gebunden werden können. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir viele Innovationen, Veränderungen in der Gesetzgebung wie beispielsweise eine angemessene Bepreisung von CO2-Emissionen und wir brauchen im Bereich der Digitalisierung zukunftsfähige Lösungen für Ressourcen-Effizienz. 
 
Wie wir das schaffen wollen? Wissenschaftlich fundiert und realitätsbezogen – und mit zwei ehrlichen Aussagen. Erstens: Der Weg wird lang und manchmal steinig werden. Und zweitens: Die nächsten Jahre werden viele Umstellungen mit sich bringen, denn eine klimaneutrale Stadt erfordert gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Dafür braucht es das Engagement jedes Einzelnen und jeder Einzelnen in unserer Stadtgesellschaft. Denn: Das wird die größte Herausforderung für unsere Gesellschaft in diesem Jahrhundert!
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